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Krankenhausmitarbeiter spenden 200 Euro für das Hospiz in Bernstorf

Mitarbeiter der Intensivstation des DRK-Krankenhauses in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) sammelten auf einer Weihnachtsfeier Geld. Zugute kommt es dem Hospiz in Bernstorf, das sich zum größten Teil aus Spenden finanziert.


Überbrachten Isabelle Röhr vom Hospiz in Bernstorf die Spende: Silke Schulz (l.) und Nicole Peters (r.)
von der Intensivstation des DRK-Krankenhauses in Grevesmühlen. Quelle: Jana Franke

Eine Weihnachtsfeier nutzten die Mitarbeiter der Intensivstation des DRK-Krankenhauses in Grevesmühlen, um für einen guten Zweck Geld zu sammeln. Gepackt wurden Spaßpakete, die auf der Feier versteigert worden waren. Sie brachten am Ende 200 Euro ein. Das Geld ist nun an das Hospiz in Bernstorf übergeben worden.

Die Leiterin der Intensivstation, Silke Schulz, und ihre Stellvertreterin Nicole Peters brachten das Glücksschwein mit den Scheinen vorbei. Mit dabei auch eine Gewerkschaftsente. Denn trotz der eigenen beruflichen Probleme und des Kampfs um einen Tarifvertrag für die Mitarbeiter der Klinik denken die Schwestern und Ärzte auch an andere Menschen.

„Wir denken viel an das Hospiz und finden die Einrichtung eine tolle Sache“, resümiert Silke Schulz. Nicht selten kommt es vor, dass Patienten von der Intensivstation direkt ins Hospiz kommen. Nicole Peters kennt die Einrichtung persönlich, da ihr Vater seine letzten Tage dort verbrachte.

Das Hospiz finanziert sich größtenteils über Spenden. „Fünf Prozent des Tagessatzes pro Patient muss das Hospiz selbst erbringen“, erläuterte Isabelle Röhr von der Hospizleitung. Rund 8000 Euro werden monatlich an Spenden benötigt. Im Jahr 2019 kamen rund 80 000 Euro zusammen. Einen großen Anteil daran hat zum Beispiel der Verein Tätowierte gegen Krebs. „In der ländlichen Region ist es nicht immer einfach, die fünf Prozent der Kosten zu erreichen“, gibt Isabelle Röhr zu. Den Restbetrag zahlen die Krankenkassen. Die Angehörigen der Menschen, die im Hospiz untergebracht sind, zahlen keinen Cent.

Platz für 16 Patienten bietet das Hospiz in Bernstorf. Alle drei Monate nimmt das Personal Abschied von den Verstorbenen – und zwar auf eine ganz besondere Weise, wie Isabelle Röhr erzählt: „Die Namen der Verstorbenen werden auf Steinen notiert. Die werden dann an der Ostsee zu Wasser gelassen. Nach einem Moment der Stille werden Anekdoten ausgetauscht.“

Von Jana Franke

Erschienen am 30.12.2019 in Ostsee Zeitung Grevesmühlen 

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